Étaín

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Figurentheater mit Live-Musik, inspiriert von keltischen Mythen
 
Zwei Welten - Figuren und Musik, Tradition und moderne Medien, Holzfiguren und Projektion, eine visuelle Reflektion des Mythos um die keltische Göttin Étaín.


Étaín, eine gottgleiche Frau, eine ätherische Existenz, geboren aus dem Fluss Boyne - die letzte keltische Göttin, letzte Repräsentantin des schwindenden Matriarchats. Die Handlung stellt in ausgewählten Bildern und Episoden eine Essenz aus den 3 Leben von Étaín und ihrem Schicksal zwischen zwei Männern dar, dem naturverehrenden Druiden Midir und dem weisen, aber kriegerischen König Eochaid. Wen wird sie wählen? Das Spiel wird von Live-Musik begleitet (Gesang, Violine, Viola, Harfe und Perkussion), während die Projektion von Bildern, Symbolen und Animationen das Geschehen auf der Bühne ergänzt.

Für Jugendliche und Erwachsene.

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Der Mythos - über den Inhalt

Die Inszenierung ist inspiriert von dem irisch-keltischen Mythos "Tochmarc Étaín" (Werbung um Étaín) aus dem 11. Jahrhundert.
Boand, Göttin des Flusses Boyne, heiratete Elcmar. Sie sehnte sich verzweifelt nach einem Kind. Sie bat den Druiden Midir um Hilfe. Midir opferte Dagda, dem Gott der Sonne, einen Hahn. Dagda ließ die Sonne ganze neun Monate lang nicht untergehen, so dass er Étaín zeugen konnte, ohne das Elcmar etwas ahnte. Midir übernahm die Erziehung Étaíns und brachte ihr alle druidischen Fertigkeiten bei. Aber er verliebte sich auch in Étaín. Midirs Frau Fuamnach, nicht gerade darüber erfreut, verfluchte Étaín und verwandelte sie in eine Möwe, so dass Midir und Étaín auf immer getrennt sein sollten.
Einige hundert Jahre später träumte der Gott der Liebe, Ongeus, von der schönen Étaín. Er machte sich auf die Suche nach ihr. Weit weg sah er eine Möwe und erkannte Étaín in ihr. Die gegenseitige Liebe brach den Fluch, und Étaín wurde wieder zur Frau. In diesem Moment erschien Midir wieder und warb um Étaín. Daraufhin forderte Ongeus ihn zum Kampf heraus. Midir wurde geschlagen und erblindete, aber Étaín heilte seine verwundeten Augen. Wieder kam Fuamnach und verwandelte Étaín in eine Fliege. Gebrochenen Herzens enthauptete Ongeus Fuamnach und ging in die Anderswelt (Unterwelt). Midir beendete Fuamnachs Leben endgültig, indem er ihren Kopf einäscherte.
Étaín zog daraufhin weitere hundert Jahre in Gestalt einer Fliege durch die ganze Welt. Schließlich fiel sie in den Kelch der Königin. Étaín wurde in irdischer Gestalt wieder geboren. Als sie zur Schönheit heranreifte, kamen viele Freier, um um sie zu werben. Étaín verliebte sich in Eochaid, König des sagenumwobenen Tara, und heiratete ihn. Durch ihre Hochzeit wurde Eochaids Position als Hochkönig bestätigt. Wieder einmal kam Midir, um Étaín zur Rückkehr in sein Land zu bewegen... in das Land der Unsterblichen. Étaín war hin und her gerissen zwischen beiden Welten - der Welt der Sterblichen und der der Unsterblichen.

 

Die Kelten

Die Kelten lebten seit dem 10. Jh.v.Chr. In Europa, und ihre Mythen sind Teil unseres gemeinsamen europäischen Kulturerbes. Sie lebten in großer Harmonie mit Natur und Umwelt und hinterließen Relikte an zahlreichen Orten in Mittel- und Westeuropa, die immer noch, und immer wieder das Interesse Wissenschaftlern verschiedener Bereiche auf sich ziehen. Das Interesse an dieser bemerkenswerten Kultur hat uns bewogen, eine ihrer zahlreichen Mythen mit heutigen Mitteln zum Leben zu erwecken und sie Kindern Jugenlichen und Erwachsenen gleichermaßen zugänglich zu machen.

 

Charaktere und Symbole


Boand - Göttin des Flusses Boyne, Étaíns Mutter

Elcmar - Gegenseite des Guten, tückisch, neidisch und niederträchtig, Boands Ehemann

Eochaid - legendärer Hochkönig von Irland, die Hochzeit mit Étaín bedeutet eine spirituelle Vereinigung von König und Göttin-Priesterin

Étaín - Göttin, die wegen ihrer doppelten Wiedergeburt eine herausragende Stellung in der keltischen Mythologie hat. Sie repräsentiert Schönheit, Fruchtbarkeit und Heilkraft.

Dagda - ein wichtiger Gott der irischen Mythologie. Sein Name bedeutet "Der gute Gott", nicht gut im moralischen Sinne, aber gut in allem, oder sogar allmächtig. Dagda ist eine Vater-Figur und Beschützer des Stammes. Er besitzt außerdem eine reich verzierte magische Harfe aus Eiche die, wenn er sie spielt, die Jahreszeiten in die richtige Ordnung bringt

Fuamnach - Midirs erste Frau und eine Hexe. Als Midir sich in Étaín verliebt wird Fuamnach so eifersüchtig, dass sie Étaín mit mehreren Flüchen belegt

Midir - Druide, Herr des Landes der Unsterblichen, Fuamnachs Ehemann, dann verliebt in Étaín

Oengus - Gott der Liebe oder der Fruchtbarkeit allgemein

Die Triskele, oder dreifache Spirale. Die Spirale ist ein altes keltisches Symbol für die Sonne, das Leben nach dem Tod und Wiedergeburt. Man vermutet, das die dreifache Spirale (Triskele, griechisch: dreibeinig) ein Symbol für die Schwangerschaft ist (die Sonne beschreibt in ihrer Bewegung alle 3 Monate eine Spirale, drei Spiralen stehen für neun Monate).

Die Druiden und Druidinnen - bildeten die professionelle Schicht in der keltischen Gesellschaft. Sie erfüllten die Aufgaben von heutigen Geistlichen, Lehrern, Botschaftern, Astronomen, Genealogen, Philosophen, Musikern, Theologen, Wissenschaftlern, Dichtern und Richtern. Sie durchliefen eine langwierige Ausbildung: einige Quellen sprechen von 20 Jahren. Druiden leiteten alle öffentlichen Rituale, die gewöhnlich innerhalb aus heiligen Bäumen bestehender, abgegrenzter Haine abgehalten wurden. Da der urtümliche Druidismus eine mündliche Tradition war, gab es keine schriftliche Überlieferung wie im Christentum oder anderen "Religionen des Buches".

Der Kopf-Kult - die Kelten verehrten den menschlichen Kopf als über allem anderen stehend. So war der Kopf für die Kelten die Seele, Sitz sowohl von Emotionen als auch des Lebens selbst, ein Symbol für Göttlichkeit und Kräften aus der Anderswelt. Die keltischen Kopfjäger verehrten das Bild des abgetrennten Kopfes als eine Quelle spiritueller Kraft. Galt der Kopf als Sitz der Seele, bedeutete der Besitz eines ehrenhaft in der Schlacht erbeuteten Kopfes eines Feindes für einen Krieger hohes Ansehen.

Tara - der Hügel von Tara (Irisch Teamhair na Rí, "Hügel der Könige"), nahe dem Fluss Boyne gelegen. Man sagte, er wäre der Sitz des Hochkönigs von Irland.

 

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